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BLOG - die Saison 2010 --- die Bilder dazu

Sonntag, 05. September 2010

6:16 Std., 499,26 Kilometer, Ligaschnitt 90,02 Km/h - (OLC).
Samstag, 04. September 2010

6:47 Std., 396,9 Kilometer, Ligaschnitt 73,68 Km/h - (OLC).
Samstag, 28. August 2010
So richtig durch ist der Trog nicht, aber es gibt einen schwachen Druckanstieg - Rheintalwetter.
Vor dem Schauer, der von Nordwesten auf den Platz zukommt, schleppt mich Flo in den Südwesten. Ich klinke in 600m und über dem Herrenteich kurble ich an die Basis in knapp 1100m MSL. Bei der SAP makiert Peter mit der Hornet den nächsten Bart. Jürgen mit seinem Ventus CT geht auch in den Kreis. Zu dritt fliegen wir auf Südkurs weiter - über Malsch bis südöstlich von Bruchsal. Vor uns steht ein Schauer und wir wenden hier alle drei. Auf Nordkurs gleitet uns Jürgen nun davon. Peter und ich kommen nicht richtig hoch. Müssen wir aber, da von Norden der nächste Schauer auf uns zu kommt. Vor Malsch machen wir in einem schwachen Bart bis ganz oben (1150m MSL) und gleiten durch den Regen. Bei Walldorf steigen wir wieder auf 950m - weiter zum Königsstuhl, ein paar Kreis auf 970m, weiter auf die nördliche Talseite, dort auf 900m mehr will nicht gehen. Über Ludwigshafen steht eine ganze Schauerlinie. Wir hören im Funk, das Daniel, Charly und Karsten daran entlang fliegen. Kurzer Westschwenk unters Schwarze - und es trägt - bis Bensheim. Der Plan ist nun das Ganze wieder Richtung Süden abzureiten. Charly berichtet, das es in Weinheim schon regnet. Karsten muss ein Stück östlicher entlang und hört sich gerade nicht allzu optimistisch an. Daniel geht mit der DG-1000T nochmal ein Stück östlicher. Peter und mir, noch etwas später dran, ist das nun zu risikoreich mit 800m MSL weiter in den Odenwald Richtung Regen zu fliegen und zu hoffen, das es dort anfängt zu tragen. Also wieder zurück nach Bensheim. Dort trifft sich ein ganzer Pulk parkend unter den letzten Wölkchen. Die Ebene ist nach dem Schauer noch ohne Entwicklung. Aber irgendwann muss es ja wieder anfangen....
Wir kommen auf gut 1300m MSL und gleiten in den Westen - da muss es ja bald wieder losgehen. Die Luft ist wie Öl. Erst kurz vor dem Rhein kommt wieder ein wenig Bewegung in die Atmosphäre und in Worms geht das Vario zögerlich über Null. Geduldig kreisen, 3x nachfassen und ich bin wieder auf 1070m. Die ganze Zeit beobachte ich die BASF, warte auf die erste Kondens und als sie endlich sichtbar wird, gleite ich los. 1400m - verläßlich wie immer. Über dem Platz steht der nächste Schauer und ich will auf die Vorderseite. Aber das Teil stirbt wohl gerade - nur Regen und Fallen im Luv. Mist. Ich fliege auf die Rückseite in die Sonne - aber das ist wohl noch zu früh - alles wie Öl - das wars - zumindest ist der Platz unter mir... und was steht denn da unten - die Warnlackierung kenne ich - der Lutz - na, dann ist das landen nicht so schlimm :-)
3:26 Std., 173,19 Kilometer, Ligaschnitt 49,92 Km/h - (OLC).
Sonntag, 22. August 2010
Laut allen Prognosen war Samstag der bessere Tag des Wochenendes. Heute kommt am frühen Nachmittag eine wellende Kaltfront und schon vorher soll hohe Bewölkung alles dicht machen, kaum nutzbare Thermik. Charly, Karsten, Thorsten und ich bauen trotzdem auf. Es gab schon öfter aussichtslose Tage, die dann doch brauchbar wurden. Vielleicht labilisiert es ja vor der Front oder es bildet sich eine Gewitterlinie - ein Versuch schadet nie.
Tatsächlich bildet sich vor dem Grau der Abschirmung am Pfälzer Wald ein paar unförmige Quellungen. Der Optimismus ist begrenzt, aber am Boden rumstehen ist auch doof. Start 12:21 Uhr. Erster Bart bei Hassloch 1.7m/s auf 1400m. Na, schon mal besser wie gestern. Geradeaus trägt es auch ein Stück. Allerdings kommen mir an der Kalmit Karsten und Thorsten, die vor mir gestartet waren, schon entgegen. Sie haben an den nächsten Wolken im Wald nichts gefunden. Einzig Charly hangelt sich noch durch den Wald. Ich gleite im/am Wald südwärts. Vor dem Annweiler Tal kommt mir auch Charly auf Nordostkurs entgegen. Ich fliege noch weiter bis hinter den Trifels und drehe auch um.
Die Ebene ist wohl besser und zuverlässiger, bei Edenkoben lass ich die Hügel hinter mir. Zurück nach Lachen-Speyerdorf, zwischen Hassloch und Dannstadt kommen mir Charly, Thorsten und Karsten schon wieder entgegen, für sie war kurz nach der BASF Schluss. Ich finde zwar kein kräftiges Steigen, aber es trägt unheimlich gut. Ich gleite bis kurz vor die Sender im Viernheimer Wald und muss hier auch rum. Gleicher Weg zurück, fast alles langsam geradeaus, hier und da mal ein Kreis, insgesamt 6 Kreise und ich bin in 1000m am Golfplatz in Landau, 200m tiefer wie am Viernheimer Wald. Thorsten hat es nicht so gut getroffen und besucht kurz die Landauer. Etwas westlich vom Landau-Ebenberg wende ich, die dicke Abschirmung macht sich bemerkbar. Die tragende Linie ist leider nicht mehr da und ich gleite bis Schifferstadt durch. Dort steige ich mit ca. 1.5m/s von 850m auf 1500m, weiter zur BASF, diesmal geht sie mit 2m/s von 1100m auf 1500m. Wieder gleite ich bis kurz vor die Sender - allerdings ohne Perspektive, nur um die Schenkel etwas zu verlängern - und zurück zur BASF, die mich wieder von 800 auf 1500m holt. Hier im Rheintal ist die Abschirmung schon dick, aber aus Nordwesten wird es fett schwarz - aber keine Gewitterlinie. Allerdings bilden sich unter der Abschirmung wieder Quellungen. Ich tuckere darunter entlang, bei Dannstadt treffe ich Thorsten. Wir gleiten unsere Höhe Richtung Westen ab und machen Bilder, vor der Kalmit drehen wir (eigentlich) in den Endanflug. Karsten meldet starkes Steigen im Grauen bei Hassloch. Hm, da müssen wir sowieso vorbei und wir steigen dort auch mit 2m/s auf 1500m. In Dannstadt stellen sie aufgrund der zunehmenden Schwärze den Flugbetrieb ein. Wir gleiten unter der unscharfen Linie noch einmal bis Weinheim und zurück.
Der Tag war kurz, unverhofft und hat großen Spaß gemacht. Das mittlere Steigen war nur 1.5m/s, aber die LS-4 ist heute im Schnitt mit 76 geglitten, nicht schlecht für ein altes Mädchen...
4:02 Std., 295,96 Kilometer, Ligaschnitt 85,12 Km/h - (OLC).
Samstag, 21. August 2010
Warmluft - um 12 Uhr zeigen sich die ersten Wolken am Pfälzer Wald. Start Richtung Westen 12:14 Uhr. Die ersten Wolken Richtung Bad Dürkheim gehen nicht. Na super, was ein Anfang. Ich habe noch plus auf Dannstadt und gehe zurück - klappere noch alles ab und finde schwaches Steigen. Beim geruhsamen Kreisen schaufelt die Remo und die FK-9 einen nach dem anderen an mir vorbei in Pfälzer Wald. Charly war der Erste und ist schon ein weites Stück im Südwesten. Er scheint mit seinem neuen Ventus schon eine fruchtbare Allianz eingegangen zu sein. - Hm, jetzt flog ich schon zurück, alles ist in den Westen, nun ziehe ich es auch durch und suche mein Glück im Südostkurs.
Eigentlich sieht es ja brauchbar aus, aber ich finde einfach kein vernünftiges Steigen. Ich hüpfe von Entwicklung zu Entwicklung, versuche Luvseite, Sonnenseite, Mitte, da wo es eigentlich nicht sein kann - egal, ich komme nicht über 1000m NN und kriege nichts mit einer 1 vor dem Komma. Es geht über Schifferstadt, Herrenteich, Hockenheim-Ring, Walldorf, Malsch und es will einfach nicht besser werden. Liegt wohl an mir. Im Funk höre ich Charly, Daniel, Norbert und einige Andere fröhlich und scheinbar locker in den Südwesten ziehen. Unzufriedenheit macht sich breit. Bei Bruchsal komme ich endlich mal auf 1200m NN, aber vor mir gehen nun sogar die unzuverlässigen Wolken aus. Ich gleite noch bis zum Ostrand von Karsruhe und da gebe ich auf.
Ab in den Norden. Zurück in Bruchsal bringt mich ein integrierter Meter auf 1350m NN. Jezz abba. Doch wieder nix, eine Wolke nach der anderen will nicht oder kaum. Immer nur paar Kreise um 1m/s, immer um die 1000m NN. Selbst der Königsstuhl und der weißer Stein enttäuschen. Daniel dreht im Südwesten gerade auf KM180 rum. Oh Jemineh - und ich stolpere hier durch die Gegend und bin froh überhaupt in der Luft zu bleiben... Östlich von Bensheim drehe ich demütig auf Westkurs.
Über Mannheim kurble ich mit 3 Anläufen auf 1500m - endlich mal oben und ich gleite bei Bad Dürkheim an die Pfälzerwaldkante. Nun Deidesheim, Neustadt, Kalmit - am Annweiler Tal komme ich wieder auf 1500m. Nun ist es besser, aber nicht wirklich gut. Hinter Annweiler ist Ende. Mittlerweile ist es 17 Uhr und da es sowieso nichts war heute, gehe ich in den Spazierflugmodus. Ich dümple noch hoch und gemütlich bis Kirchheimbolanden und treffe mich über Hassloch mit Daniel zum Fotoshooting. Zumindest brauchbare Bilder sind heute herausgekommen.
6:39 Std., 331,15 Kilometer, Ligaschnitt 58,63 Km/h - (OLC).
Samstag, 14. August 2010
10 vor 12 zieht mich Schotti in den Himmel. Nur Buddy ist vor mir gestartet, in nicht mal 400m über Grund ziehe ich am gelben Knopf und gehe in seinen Kreis. Ein knapper Meter bringt uns an die Basis in 850m NN. Wir fliegen ab Richtung Süden. Westlich Speyer kurbeln wir wieder auf 850m NN, weiter geht es zum Germersheimer Wald. Es sieht nicht wirklich gut aus, alles unkonkret, 6/8 ohne feste Untergrenze, wir kommen hier nicht über 750m NN. Rheinzabern und Kandel ziehen unter uns durch - bei Schaidt am Bienwald steigen wir endlich mal auf beruhigende 950m NN. Wir überfliegen kurz die Grenze zu Frankreich und wenden am UL-Platz von Wissembourg.
Nun nordwärts nach Schweighofen, über Landau und Lachen-Speyerdorf wieder bis Dannstadt. Das erste Ziel, die Mindestwertungsstrecke für die Bundesliga ist im Sack! Wir gleiten bis zur BASF und steigen nach 2 Stunden das erste Mal über die 1000m-Marke auf 1150m NN. Der Viernheimer Wald mag uns nicht und erst kurz hinter Bensheim gibt es wieder vernünftiges Steigen auf knapp 1000m NN. Lutz steigt gerade unter uns in den Bart. Wir setzen die zweite Wende.
Über Mannheim kommen wir auf 1150m NN, aber südlich von Neustadt sind keine brauchbaren Wolken mehr und für den Pfälzer Wald ist mir die Basis zu niedrig. Über der Kalmit drehe ich um - Wende 3 und das zweite Ziel, die 10.000km-Marke in 2010 überschreiten, ist auch geschafft. Wieder über Mannheim angekommen, geht es auf fette 1300m MSL - die Basis steigt nun doch noch an, aber es ist auch 15:30 Uhr. Über Weinheim geht es in den Odenwald. Vorsichtig an den Gittermast, weiter nach Beerfelden, nördlich an Mudau vorbei, bis Waldürn. Wende 4.
Nun direkter Heimatkurs. Mudau - Rothenberg - weißer Stein - und doch noch einmal an die BASF. Hier treffe ich Lutz wieder, er hat ganz eng und tief Frankfurt umrundet - hammerhart :-)
Die BASF bringt mich auf 1500m und ich umrunde noch Lachen-Speyerdorf. Am Platz gibt es gerade einen Landestau und suche mir noch ein Bärtchen. Norman steigt mit ein und wir nudeln schwach und geduldig bis auf 1400m. Es ist 18:30 Uhr, alles ist nun grau und im Westen ist die Front schon nah. Vario aus, Funk leise und schweben lassen.
Für ringsrum Abschirmungen, tiefe unkonkrete Basis war es doch noch ein schöner Flugtag.
6:58 Std., 428,51 Kilometer, Ligaschnitt 72,55 Km/h - (OLC).
Samstag, 07. August 2010
Glück, das Charly und Buddy schon um 8 Uhr auf dem Flugplatz sind und mir aufbauen helfen. Ich mache den Flieger fertig und bin pünktlich um 9 Uhr im Büro.
Kurz nach 12 Uhr mache ich wieder zum Flugplatz. Thorsten hilft mir und Schotti zieht mich mit der gelben FK-9 in den Himmel. So, jetzt erst mal Luft holen und entspannen. Gemütlich kurble ich in 3 Stufen vor und nach Bad Dürkheim auf 2000m MSL. Schön :-). Von Nordwesten soll das schlechte Wetter kommen und ich fliege auf Nordwest-Kurs bis kurz hinter Kirn und drehe dort auf Südwest. Der Plan ist in den Schwarzwald zu kommen. Leider ist in Malsch die letzte Wolke. Ich teste noch bis kurz vor Bretten das Blaue, aber das wird mir zu heikel und fliege in den Norden bis zum Melibocus. Alles locker und spaßig. Rum und wieder bis Sinsheim zur letzten Wolke - noch einmal hoch bis Heppenheim und ab nach Hause. In Mannheim läßt mich eine Fluse noch auf etwas über 2000m Steigen. Das verlängert den Endanflug über den Pfälzer Wald - noch einen Blick auf das Wettbewerbsfeld in Lachen-Speyerdorf und heim. Nicht schlecht für einen Arbeitstag :-)
6:20 Std., 434,09 Kilometer, Ligaschnitt 84,27 Km/h - (OLC).
Samstag, 31. Juli 2010
Eigentlich hatten wir ja Eichstätt als erste Wende, aber die ersten erreichbaren Wolken waren bei Walldorf und von dort aus blieb nur der Weg nach Süden. Auch gut.
Der erste Bart ging mit einem Meter.. hm, nicht viel. Buddy ist gerade oben weg, als ich unten einstieg. Na ja, es fängt ja gerade an zu entwickeln. Geduldig kreise ich auf 1300m. Mit 70ltr. Wasser ist es doch eine andere Kurbelei... Südlich Malsch wieder nur ein knapper Meter. Ich glaube, ich stelle mich doof an - weiter in 1100m MSL - die nächste Wolke wieder schwach. Die "82" und "IKI" sind seit Malsch um mich rum - zum Trost, auch nicht besser... Bei Bretten endlich mal über 1m/s und auch noch bis 1850m - da sieht die Welt schon schöner aus. Thorsten, der hinter mir gestartet ist, hat mich inzwischen locker überholt und ist gerade 20km vor mir bei Buddy im Bart. Hm, ich nehme es demütig hin und schaue, das ich vernünftig den Schwarzwaldeinstieg bewältige. Östlich Schwann mache ich schlecht, aber sicher hoch und bin drin. Leider ist die Basis nur bei 2100m MSL - nicht wirklich üppig in diesem Gelände.
Da guck, die "82" und "IKI" sind auch hier. Buddy und Thorsten sind mittlerweile rund 30km vor mir. Also schnell bin ich nicht - aber der Tag ist noch jung. Westlich der Enz suche ich mehr, finde aber eher minder die tragenden Linien. Es geht im Westen von Musbach, Freudenstadt, Winzeln und Schramberg entlang, über St. Georgen bis zum Titisee. Hier kommt mir Thorsten entgegen, der am Schluchsee gewendet hat. Ich wende auch.
So, aber jetzt - Schluss mit lustig - 14:50 Uhr - Start Bundesliga. Das Ganze zurück nach Norden. Schramberg, Winzeln, direkt über Freudenstadt, an den Windpark - eine schöne Linie - diesmal östlich der Enz. Geil anzuschauen, wenn Thorsten die alte ASW-20 mit 16.6m Ohren im Bart hochzieht - irre :-) Direkt über dem Langenbrand steigen wir noch einmal auf 2000m. Buddy dreht wieder auf Südkurs. Wir bleiben auf Nordkurs und gehen westlich an Pforzheim, Bretten, Sinsheim vorbei nach Eberbach in den Odenwald. Norbert makiert uns hier den Bart. Weiter zu den Mudauer Sendern. Hier kommt Peter Franke mit seiner Hornet auf Heimatkurs vorbei. Peter Mangold, spät gestartet, fliegt mit dem Discus nicht weit vor mir auf Ostkurs. Ich müsste noch eine gute halbe Stunde weiter nach Norden und von Nordwest kommt schon recht massiv die Abschirmung. Bissel geht noch. Östlich Miltenberg komme ich auf 2200m MSL und muss um den Luftraum Frankfurt rum nach Osten ausweichen. Ich gleite an Altfeld vorbei - vor mir ist nix mehr - aber ich müsste noch 10 Minuten weiter.... 10km nördlich Altfeld ist tuck - bis hierher habe ich einen 106er Schnitt, aber ich muss umdrehen, sonst habe ich keine Chance mehr nach Hause zu kommen.
Östlich Altfeld bringt mich die erste Wolke mit kräftigen 2.5m/s wieder auf 2150m MSL. Hm, vielleicht wäre es doch noch weiter nach Norden gegangen... Wieder muss ich um den Luftraum rum. Richtung Mudau stehen noch Wolken, aber es will nicht so richtig... und hinter mir löst sich alles auf. OK, doch nicht zu früh umgedreht. Über Mudau nuddle ich recht schwach auf 2000m MSL. Hier treffe ich Buddy - er will die letzte Kondens im Norden noch testen. Er fliegt wie immer an die äußersten Grenzen :-) Ich gehe auf Westkurs - vor mir stehen noch 2 Kondensen. Da mir nur noch 3-400m für nach Hause fehlen, gleite ich los. Leider löst sich das Ganze zunehmend in Wohlgefallen auf. Na, jetzt wird es aber noch einmal spannend. Knapp 20 km/h Gegenwind. Südlich Michelstadt lupft es noch ein wenig. Mit 0,wenig hole ich mir 270m - bis 65m unter Gleitpfad - dann isses weg. Hm - dann mal weiter. Bei Weinheim komme ich in die Ebene. Kurz vor Mannheim geht das Vario doch noch über Null. Ich quetsche 150m aus 0,3 und das muss jetzt langen. Faden in die Mitte - MC 0,1 und los. Die LS-4 gleitet wie Wutz und ich komme locker in 200m über Grund in Dannstadt an. Es war ein geiler Flug - recht mieser Anfang, aber dann immer schöner :-)
7:19 Std., 527,71 Kilometer, Ligaschnitt 99,31 Km/h - (OLC).
Samstag, 24. Juli 2010

5:11 Std., 344,05 Kilometer, Ligaschnitt 80,64 Km/h - (OLC).
Sonntag, 18. Juli 2010

9:06 Std., 749,81 Kilometer, Ligaschnitt 95,11 Km/h - (OLC).
Samstag, 10. Juli 2010
Wieder ein heißer Tag. Laut Wetterbericht Blau oder Gewitter. Ich kippe 60 Liter in die Flügel und um 13 Uhr geht es los. Nach dem Abheben merke ich, das mein Fahrtmesser nicht funktioniert. Da mein Zander ausgebaut ist, habe ich wohl einen Schlauch nicht richtig abgedichtet. Klinken, Landen, Abdichten, Schwitzen. 13:25 Uhr zweiter Start. Flo schleppt mich hoch in den Osten. Der 1. Bart steht am weißen Stein. Buddy wartet hier schon.
Es gibt nur eine Handvoll Wolken im Odenwald, die aber in 2200m. Wir fliegen auf Nordostkurs ab. Mathias (LS-7, AX) und die Mannheimer Bundesligapiloten sind auch dabei. Auf der Höhe von Mudau steht die letze Wolke - der nächste CU mitten im Spessart, westlich Altfeld. Norbert ist schon dort. Wir gleiten los.
Bei Miltenberg kurbel ich schwach im Blauen. Buddy macht eine kurze Maintalbesichtigung. In 1700m gehen wir weiter und erreichen die Wolken. Ab Lohr wird es nun richtig gut, östlich an Gmünden vorbei und über Bad Brückennau auf die Rhön - mit 3-4m/s auf 2400m - schön kühl - gute Optik voraus - Jippiejahee. Recht zügig fliegen wir bis 12km vor Eisenach. Es ist 16 Uhr und wir sind auf Km210.
Erst ist der Rückweg schnell. 30 Minuten nach dem Rumdrehen sind wir am Deckel und 70km weiter. Leider sind die Infos von Norbert vor uns eher mies - ab Lohr blau, milchig, kaum Steigen. Bei Gmünden steigen wir an der letzten Wolke auf 2200m. Westlich Altfeld kommen wir nochmal auf 1950m und gleiten über den Main in den blauen Odenwald. Östlich Michelstadt steigen wir mit unter 1m/s von 1200m auf 1400m MSL, das könnte nun ganz knapp in die Rheinebene langen. Sieht aber unschön aus... Westlich Michelstadt kreisen wir noch einmal in unter 1m/s, geht von 1050m auf 1300m MSL - nun sind wir sicher in der Ebene. Wir testen die Hügel der "zweiten Reihe", den Steinbruch, die Odenwaldkante, die Stadt Heppenheim, eine hohe Müllkippe, die Sender im Viernheimer Wald und den Tipp von Fritz: das Schwimmbad von Viernheim. Alles vergeblich - kein noch so mickriches Bärtchen will uns die letzten paar Höhenmeter für Heim schenken... Schade, - wir schalten auf Weinheim und landen.
Am Boden erwartet uns Stefan Hauke, der heute Fluglehrer hatte und paar Minuten später schleppt er uns wieder raus - danke.
Es war ein super Flug. Das Wetter im Osten war bombastisch. Leider hatten wir keine 2.5 Std. Zeit unter diesen Bedingungen unseren Schnitt zu fliegen, zumindest nicht ohne die Aussicht noch nach Hause zu kommen völlig zu ignorieren. So hatten wir nur 1:50 Std. "im Wetter", letztlich einen 97er Schnitt und nur einen Bundesligatrostpunkt.
4:52 Std., 405,10 Kilometer, Ligaschnitt 97,89 Km/h - (OLC).
Samstag, 03. Juli 2010
Eine irre Hitze schon beim Aufbauen. Das Rheintal glüht. Wir stellen die Flugzeuge an den Start und ziehen uns in den Schatten zurück. Tief im Pfälzer Wald quallern die ersten Entwicklungen gleich oben raus. Norbert und Fritz gehen mit ihren Eigenstartern los.
Wir warten bis die Ebene entwickelt. Kurz vor 14 Uhr ist es soweit. Der Hockenheimer Wald bekommt eine Fluse und Flo nimmt mich an den Haken. Der erste Bart geht gleich mit 2-3m/s auf 1900m. Der Pfälzer Wald sieht inzwischen schon bedrohlich aus. Ich gehe auf Südkurs - mal sehen wieviel Zeit uns bleibt. Der nächste Bart hat schon 3-4m/s auf 2000m und die Wolken werden gleich mächtig. Bei Karlsruhe ist Ende, der Schwarzwald sieht schon dunkel und zugequallert aus und im fliegbaren Bereich ist der Luftraum D von Baden-Baden. Also 1. Wende.
Auf Nordkurs kommen mir Buddy und Thorsten entgegen, die nach mir gestartet sind. Die Bewölkung nimmt weiter zu, aber es trägt heftig. Über dem Viernheimer Wald mache ich paar Kreise mit Vario am Anschlag. Geil. Ich fliege auf 500m an den Luftraum Frankfurt und drehe wieder in Süden.
Ich gleite zügig durch bis kurz vor Bruchsal und nehme in 1200m "nur" 3m/s. Bis zur Landung in 1:15 Std. mache ich nun keinen Kreis mehr - runter zum Durlacher Kreuz - 3. Wende. Wieder hoch um Luftraum D von Frankfurt. 80km mit einem 150er Schnitt und ich bin auch noch 300m höher. Hammer. Leider geht mir der Platz zwischen den Lufträumen aus... Aus Nordwest wird es dunkel. 15km westlich von Dannstadt regnet es. Buddy und Karsten melden schon in Heidelberg und Schwetzingen Schauer. Also heim.
Das war ein kurzer, knackiger Flug. Vom Ausklinken zur Landung ein Schnitt von 113.7 km/h - Deutschland hat inzwischen Argentinien 4:0 weggeputzt.
3:00 Std., 329,86,80 Kilometer, Ligaschnitt 105,80 Km/h - (OLC).
Sonntag, 27. Juni 2010
Norbert (LS-9) und Mathias mit Charly (DG-1000t) sind schon früh weg zu den weit im Odenwald stehenden Wolken. Ich warte bis die Rheinebene entwickelt. 12:37 Uhr ist es soweit. Ich klinke und gleite durch bis Hockenheim unter den ersten Flusen. Zügig steige ich auf 1700m und gehe zum Königsstuhl. Hier warte ich auf Daniel, der heute die 304 von Karsten fliegt.
Gemeinsam gehen wir auf Ostkurs. Das Neckartal entlang zum nächsten Bart südlich vom Schreckhof - in 1550m MSL geht es weiter. Nächster Bart östlich Baumerlenbach - 1600m MSL. Wir folgen der Autobahn... Crailsheim... kurbeln direkt über dem Flugplatz Weipertshofen. Nördlich Ellwangen vorbei, direkt durchs Ries. Basis ist jetzt etwas über 2000m und mit jedem Meter in den Osten wird es besser. Wir fliegen bis 25km vor Ingolstadt. Hier drehen wir um.
Zunächst sind wir auf dem Rückweg noch im guten Wetter und es geht zügig voran. Ab Schwäbisch Hall wird die Luft dunstiger, ab dem Schreckhof wird es dünn mit CUs. Aber wir halten uns schön hoch, die wenigen Flusen sind zuverlässig. Wir gleiten durch bis Walldorf. Die Rheinebene hat ein halbes Achtel, das aber sehr hoch - über Mannheim komme ich knapp über 2000m MSL. Ein Stück nach Norden - zurück, noch einmal auf 2000m - Vario aus, Funk leise und die Höhe nach Süden abgleiten.
Ein lockerer, relaxter Flug mit Daniel - war schön und hat viel Spaß gemacht.
6:37 Std., 507,55 Kilometer, Ligaschnitt 91,39 Km/h - (OLC).
Samstag, 26. Juni 2010
12:14 Uhr geht es los. Ich klinke über dem Dannstädter Flugplatz direkt im Bart unter Buddy - unser Abflugpunkt ist Mannheim Flugplatz. Wir kommen auf 1100m MSL und fliegen los. Toll ist es noch nicht. Nach dem Abflug müssen wir querab zum Kraftwerk - nur dort ist ein erreichbarer Flusen - wiederum kommen wir auf 1100m MSL. Nun geht es zum weißen Stein. Wir mogeln uns mit schwachem Steigen und um die 1200m MSL Basis durch den Odenwald. Über Miltenberg geht es in den Spessart - hier wird es nun deutlich besser. Kurz vorm Geiersberg geht es auf 1700m MSL und die Optik Richtung Nordost ist vielversprechend. Wir gleiten über das Speicherbecken bei Gmüden zur Rhön. Bei Bad Brückenau ziehen wir in 380m Grund einen Hammer auf 1800m und dann geht die Jagd los. Zwischen Wasserkuppe und Meiningen wenden wir und gehen die schöne Reihung zurück bis zum Gmündener Speicherbecken. Wir setzen die zweite Wende fliegen wieder hoch. Macht richtig Spaß :-) Bei der dritten Wende östlich der Wasserkuppe schließt sich uns Charly mit der ASW-20 an. Am Südostrand von Wildflecken steigen wir auf 2100m MSL. Zu dritt gleiten wir über Lohr und den Geiersberg Richtung Odenwald. Ab Miltenberg wird es deutlich dunstiger, aber wir sehen Unterkanten im Odenwald. Ohne zu kurbeln delfinieren wir an der Westseite der Unterkanten durch den Odenwald. Einfach geil, jeder ist konzentriert, versucht das Optimum heraus zu holen und so machen wir uns gegenseitig schnell. Erst bei Malsch in der Ebene machen wir paar Kreise und weiter geht es die Wolkenkante entlang auf Südkurs. Kurz nach dem Durlacher Dreieck ist Schluß. Wir drehen auf Nordkurs und kreislos gleiten wir bis östlich des weißen Stein - hier haben wir immer noch 300m plus auf Dannstadt und biegen links ab in den Endanflug durchs Blaue. Charly hat noch nicht genug und reitet die Aufreihung nochmal nach Karlsruhe und zurück ab :-)
Bisher der beste Tag des Jahres. Richtig viel Spaß gehabt.
6:57 Std., 631,72 Kilometer, Ligaschnitt 108,60 Km/h - (OLC).
Mittwoch, 23. Juni 2010
Selten, aber heute kann ich auch mal einen "außerordentlichen-unter-der-Woche-Start" realisieren. Uli + Michi, Buddy, Karsten und ich stehen um 10 Uhr fertig im grünen Gras und warten auf den ersten Quallermann.
Mathias, Flo und Fritz helfen uns. Ganz kurzfristig springt Norman mit der Moran zum Schleppen ein, da die Remo out-of-order ist - vielen Dank an alle.
9:30 Std., 587,59 Kilometer, Ligaschnitt 76,79 Km/h - (OLC).
Sonntag, 20. Juni 2010
... immer noch gute Luftmasse mit zuviel Feuchte in der Höhe ... Anfang gut, dann total grau und 1 Stunde in Linkenheim rumgebastelt...
4:36 Std., 261,44 Kilometer, Ligaschnitt 72,88 Km/h - (OLC).
Samstag, 19. Juni 2010
... mit Buddy und den Mathias ein Stück den Spessart hoch ... gute Luft, aber viel Feuchte und kein Druck ....
7:28 Std., 381,22 Kilometer, Ligaschnitt 75,60 Km/h - (OLC).
Samstag, 12. Juni 2010
Die letzten Tage hat es viel geregnet und der Platz ist hart an der Nutzbarkeitsgrenze. Der Prognose nach wird es heute fliegbar und morgen soll der bessere Tag des Wochenendes kommen. Zu Sechst (Buddy, Norbert, Charly, Karsten, Thorsten und Ich) bauen wir auf und wollen heute zumindest 3 Flüge in die Wertung setzen, um morgen ohne Druck auf Schnittjagd zu gehen.
Um 5 nach 12 starte ich als Erstes. Jens schleppt mich unter eine Wolke. In etwa 400m klinke ich direkt im 2m/s Bart, der konstant und rund bis an die Basis in 1100m MSL geht. Ich gleite bis Neustadt in den Westen, von dort aus geht eine wunderschöne Aufreihung in den Süden. Erst dachte ich, das es entlang der Pfälzer Waldkante aufreiht, aber die Wolkenstraße ist schon über der Ebene. Ich fädle ein, drehe auf Süd und fliege an der West- Luv- und Sonnenseite entlang. Es trägt ganz gut - allerdings ist 1100m MSL schon oben.
Nach Landau habe ich Probleme die richtige Linie zu finden. Im Funk höre ich Buddy, Charly, Karsten und Thorsten die schon deutlich östlicher unter der Aufreihung einfädeln. Norbert ist vor mir - schon auf dem Weg nach Hagenau. Ich bleibe am Westrand, aber kurz vor Schweighofen ist Schluß und ich müsste nun wie Norbert ein ganzes Stück ohne Wolken überbrücken. Angesichts der niedrigen Basis und der hohen Feuchte erscheint mir das zu riskant. Ich wende und gehe unter der Wolkenstrasse zurück, die immer weiter nach Osten abdriftet.
Buddy kommt auf Gegenkurs vorbei - kurz danach Karsten und gleich darauf Charly mit Thorsten. Auf Nordkurs finde ich keine tragende Linie mehr und hole mir sicherheitshalber in 0,8m/s 250m Höhe. Ich fliege einmal quer unter der Wolkenbank durch - ohne Erfolg. Im Funk höre ich, das die Anderen ebenfalls Probleme haben Steigen zu finden und entscheide die Aufreihung zu verlassen. 90 Grad querab nach Westen in die Sonne. Etwas zögerlich, aber am Ende mit fast 2m/s finde ich Steigen östlich von Landau. Charly und Thorsten trennen sich zu spät von der Wolkenwurst und suchen sich gerade ihre Äcker - nicht ohne bei der Feuchte am Boden. Kurze Zeit später muss auch Karsten in der Nähe der Karlsruher Raffenerie ins Feld. Alle Außenlandungen verlaufen glatt.
Mittlerweile bin ich wieder oben und fliege über Lachen-Speyerdorf und Dannstadt nach Mannheim. Die BASF hat keine Wolke, aber über der Stadt geht es auf 1300m MSL. Ich muss weiter auf Kurs, es sieht zwar nicht toll aus, aber sonst werden die Schenkel zu kurz. Ich gleite ohne Aufwind zum Melibocus und die Odenwaldkante zurück bis Weinheim. Norbert kommt gerade aus dem Süden bei Heidelberg an die Kante und wir überlegen, ob der Wind ausreicht um den Hang in "Gang" zu setzen. Allerdings sehe ich 2 Segler vor unter mir, die gerade in die Ebene abbiegen... ist wohl nix mit Hang. Bei Weinheim kurble ich mit 2m/s und Richtung Westen ist es nun ein wenig aufgereiht. Ich gleite los - leider ist kurz nach dem Mannheimer Flugplatz Schluß mit Aufreihung. Hm, ich habe Endanflughöhe und noch 7 Minuten bis die 2.5 Bundesligastunden zu Ende sind - also ziehe ich den Kurs weiter durch. Ich fliege noch vor bis Neustadt und schaue mal nach, ob sich eine Welle bemerkbar macht, aber das Unterfangen ist nicht von Erfolg gekrönt.
Im Nachhinein war der Tag doch wichtig, da der Sonntag, entgegen allen Prognosen, im Rheintal gar nichts war. 8/8 und kaum Thermik. Norbert und Mathias haben es versucht, aber das war chancenlos. Das gute Wetter begann leider 60km nördlich von Dannstadt...
3:37 Std., 211,98 Kilometer, Ligaschnitt 64,47 Km/h - (OLC).
Sonntag, 06. Juni 2010
Gegen Abend kommt die Kaltfront mit Gewittern und vorher soll es labilisiern. Wird bestimmt kurz und knackig...
Im Pfälzer Wald bilden sich wirklich Wolken, um 12 Uhr meinen wir, das sie nun nah genug sind und ich starte als Erster. Während des Schlepps stellt sich heraus, das sie doch weiter weg sind wie gedacht. In knapp 1700m klinke ich und gleite bis Hochspeyer, kurz vor K-Town, über den Pfälzer Wald.
Erst in 1.7m/s, nach Verbessern in bis zu 4m/s geht es auf 2000m - geil - heute wird es wohl schnell :-)
Ich fliege ab Richtung Norden unter den Entwicklungen entlang bis auf Höhe des Donnersbergs - hier steht schon der letzte CU, aber auch er bringt kaum Steigen. Egal, nehmen wir den Süden. Also rum, wieder in den Pfälzer Wald, aber die Wolken und Flusen bringen auch auf dem Rückweg nichts. Was ist den jetzt los? In 800m komme ich über der Kante bei Bad Dürkheim an. Unter mit ein Flarmkontakt... Buddy. Die Kante, Sonne drin, Wind drauf und Wolke drüber - aber nix. Gibt es nicht. Ich suche über dem Turm, an der Kante, im Luv, im Lee - null, zumindest besser wie nix. Buddy sucht auch alle erdenklichen Abreißkanten ab - vergeblich - er landet in Bad Dürkheim.
Nach 20 Minuten im Null gebe ich auf, fliege in die Ebene und teste im Blauen Auslösepunkte. Hier 0.2, da 0.5, endlich mal über 1, die mich auf 1300m MSL bringen. Hm, wieder zurück nach Dürkheim unter die ersten Wolken. Das muss doch...! Kurz 0.3m/s... weg, ich fliege die Kante Richtung Norden, 2 Wolken, kein Zucker. Wieder in die Ebene.... gleiches Spiel: hier 0.2, da 0.6 und wieder über 1 auf 1500m. Wenn ich einen Spiegel hätte, würde ich jetzt nachschauen, ob es wirklich ich bin der diesen Müll zusammenfliegt...
Mit den 1500m wieder zurück nach Dürkheim an die Wolke über dem Turm... wieder kein Zucker. Es sind nun 2 Stunden rum und ich bin keinen Kilometer weiter gekommen. Bin ich doof?? Diesmal fliege ich die Kante Richtung Süden. Bei Deidesheim bringt mich unrundes Steigen mit viel Verbesserungen zurück auf 1500m. Weiter ans Weinbiet - wieder so ein schwaches unrundes Ding. Mit viel Geduld geht es zurück an die Basis. Es sieht eigentlich super aus. Weiter in den Süden. Paar Kreise bei Annweiler, ein paar Kreise westlich Klingenmünster und ich bin wieder auf 1850m. Weiter bis Bundenthal - unter den Woklen trägt es, aber gutes Steigen ist rar. Zurück in den Norden - ich gleite durch bis - na klar - zum Turm bei Bad Dürkheim. Diesmal geht er mit knapp 2m/s, aber es labilisiert nun auch kräftig vor der herannahenden Front. Ein Stück bis zum Ende der tragenden Linie die Ebene hinaus, danach ist nichts mehr - und wieder rum.
So weit es geht fliege ich noch Richtung Süden, aber die Linie mag nun nicht mehr. Buddy, der vor 3 Minuten auf Gegenkurs unter mir durch ist, berichtete später, das bei ihm die Linie noch ganz gut ging... Na ja, passt zu diesem Tag... Ich gehe in den Endanflug. Am Platz falle ich noch in Steigen und verlängere über die BASF nach Colemann. Nun wird es aber von Nordwest ganz schön dunkel und ich möchte noch im Trockenen abbauen...
Das war ein gefühlter Katastrophentag... Ein kleiner Trost - es ging fast allen so :-)
5:50 Std., 268,79 Kilometer, Ligaschnitt 67,54 Km/h - (OLC).
Donnerstag, 03. Juni 2010
Heute ist weder Wettbewerb, noch Bundesliga - quasi fliegen aus Spaß :-)
Wir liegen genau auf der Luftmassengrenze. Südöstlich 8/8 und Nordwestlich blau - schon seltsam. Der Wind bläst mit über 30 km/h aus Nord. Um 14:15 Uhr klinke ich in 600m aus, die Thermik ist unrund und verblasen. Es dauert ewig bis ich an die Basis komme. Die Sicht ist dafür klasse. Karsten, Buddy und Sandra sind auch in der Luft. Ich gleite nach Bad Dürkheim und steige dort auf 1900m - na immerhin geht es schön hoch. Leider sind die CU´s rar. Ich fliege Richtung Donnersberg ins Blaue und habe Glück, das sich auf dem Weg ein paar Flusen bilden.
An der Nordostseite des Donnersberg komme ich wieder etwas über 1900m und ich schaue mir die UL-Landeplätze Imsweiler und Becherbach an. Auf KM61 drehe ich um und treffe mich mit Buddy. Wir fliegen über den Pfälzer Wald zurück und wollen eigentlich über die BASF in den Osten schauen. Leider wird das nichts - wir klappern erfolglos alles ab. Buddy kommt gerade noch so in Dannstadt auf den Flugplatz. Ich finde 0,etwas und lass mich vom Wind treiben. Die Rheinebene will nicht mehr. Eine Zeitlang kann ich mich noch halten, genieße dich Aussicht, aber sonst wird das heute nichts mehr.
4:39 Std., 184,09 Kilometer, Ligaschnitt 44,88 Km/h - (OLC).
Dienstag, 25. Mai 2010
5.WT Hockenheim
3:39 Std., 235,92 Kilometer, Ligaschnitt 75,86 Km/h - (OLC).
Dienstag, 25. Mai 2010
4.WT Hockenheim
3:16 Std., 147,04 Kilometer, Ligaschnitt 49,42 Km/h - (OLC).
Montag, 24. Mai 2010
3.WT Hockenheim
4:36 Std., 239,34 Kilometer, Ligaschnitt 62,42 Km/h - (OLC).
Sonntag, 23. Mai 2010
2.WT Hockenheim
4:58 Std., 348,42 Kilometer, Ligaschnitt 86,51 Km/h - (OLC).
Samstag, 22. Mai 2010
1.WT Hockenheim
5:11 Std., 360,45 Kilometer, Ligaschnitt 79,79 Km/h - (OLC).
Sonntag, 16. Mai 2010
Nach einem chancenlosen Samstag mit traurigen 8/8, strahlt heute morgen die Sonne endlich mal. Auf dem Weg auf den Flugplatz entstehen sogar schon die ersten Cu. Fix aufbauen, heute ist auch Wettbewerb in Dannstadt und wir müssen schauen, das wir vor dem Feld starten.
Um 11 Uhr geht es los. Der Wind weht mit 25 km/h aus 305 Grad, das Steigen ist nicht einfach zu finden und zerissen. Es dauert 30 Minuten bis wir in 1400m MSL mit Kurs Nordwest wieder am Dannstädter Flugplatz vorbeifliegen. Norbert ist mit dem Wind weg und schon in Karlsruhe. Aber nun sieht es gut und aufgereiht aus. Wir gleiten bei Bad Dürkheim in den Pfälzer Wald. Daniel, der mit der DG-1000t unterwegs ist, muss umdrehen, sein Fluggast beschwert sich bröckchenweise über seinen Flugstil....
Den Aufreihungen entlang geht es über den Donnersberg Richtung Bad Sobernheim - die ASW-27 (AH) und die ASH-25 (FR) aus Lachen-Speyerdorf sind auch dabei. Inzwischen läuft es etwas auseinander und der Bedeckungsgrad nimmt zu. In Sobernheim ein paar Kreise und weiter zum Flugplatz Pferdsfeld. Am Soonwald müssen wir steigen - leider kommt es nicht gleich und es dauert teuere 5 Minuten bis wir vernünftig Steigen. Wir fliegen noch weiter bis Nannhausen an den Sektor Hahn. Hier ist Schluß und wir drehen um.
Hm, sieht ganz schön zugelockert aus. Wir machen auf knapp 1600m MSL und gleiten vorsichtig los, immerhin habe wir nun 30 km/h Rückenwind. Südöstlich des Donnersberg wird es wieder heller und es gibt Entwicklungen. Trotzdem ist es recht zäh bis wir wieder Anschluß an das bessere Wetter haben. Über Ludwigshafen und Hockenheimer Wald geht es in den Kraichgau. Es sieht gut aus und nun schieben uns bis zu 40 km/h Wind kräftig in den Osten. Am UL-Flugplatz Morbach sind wir auf KM100 auf Dannstadt. Es sieht weiter verlockend aus Richtung Osten, allerdings müssen wir auch wieder gegen den Wind zurück - wir entschließen uns hier umzudrehen. Im Nachhinein betrachtet wohl doch zu früh - Charly macht es besser - aber hinterher ist man immer schlauer...
Über den Murrhardter Wald geht es zurück. Leider verlieren wir uns hier. Ich gehe etwas südlicher an eine Aufreihung und folge ihr Richtung Heilbronn - es trägt ganz gut, aber der Wind bremst kräftig. Ich mogle mich durch bis Speyer, zwar gut gleitend, aber ein richtig guter Bart mag nicht kommen. Also beginne ich geduldig mit einem Meterchen, erst in 1200m MSL geht die Nadel über 2m/s. In 1800m gleite ich rüber in den Pfälzer Wald und folge einer Reihung. Südlich vom Donnersberg ist Schluß. Auf Südkurs gehe ich noch bis zum Annweilertal bei Landau und fliege heim.
Nach so viel schlechtem Wetter war das heute richtig klasse und ein brauchbarer Bundesligaschnitt kam auch noch raus. Schön.
7:00 Std., 513,91 Kilometer, Ligaschnitt 93,36 Km/h - (OLC).
Samstag, 08. April 2010
Kurz nach 8 Uhr bin ich auf dem Flugplatz. Wow, Thorsten und Mathias sind da und haben schon aufgebaut.
Sie helfen mir die LS-4 zusammenzustecken. Noch schnell die Ruder anschließen - Winglets und Höhenruder dran, dann geht es ins Büro.
Um kurz nach 12 Uhr mache Feierabend - die Sonne kommt durch - guter Schnitt zum Flugplatz.
Umziehen, abkleben, fertig. Norbert und Buddy gehen als Erstes, dann komme ich. Kurz vor dem Start ist noch alles graublau. Im Schlepp werden die Kondensen schon kräftiger. Nach dem ersten Bart wird es schon dunkel und ich flüchte in den Süden nach Germersheim Richtung Sonne. Weiter in den Süden bis zum Bienwald. Buddy ist vor mir schon weiter Richtung Hagenauer Wald. Da von Westen die Abschirmung dichter wird, habe ich Angst das der "Spalt" zwischen Abschirmung und Luftraum zu geht und ich drehe kurz hinter der französischen Grenze um. Im Nachhinein betrachte ein Fehler der mir den Schnitt kostet....
Auf dem Weg nach Norden begegnet mir Karsten mit der 304. Wir kurbeln bei Linkenheim und gleiten weiter nach Hockenheim. Karsten biegt ab in den Odenwald. Ich versuche es weiter Nordwärts. Der nächste Fehler... So richtig will es heute nicht. Ich muss in den Süden. Heidelberg - Walldorf - Bruchsal - Kernforschungszentrum und noch bis kurz vor den Karlsruher Bahnhof - keine konkrete Wolke mehr, weiter geht es nicht.
Die Woche war anstrengend, heute morgen die Hektik, es will nicht richtig laufen, bin müde - ist wohl Konditionsmangel - ich mache mich auf den Heimweg.
1450m MSL am Kernforschungszentrum genügt, sieht auch grau aus, da vorne. In Speyer lupft es ein wenig, ich mache paar Kreise, mache ein Foto von meiner Bude und weiter. Über Schifferstadt kommt ein guter Meter. Naja, ich kreise ein. In 1200m richte ich auf und sehe über der BASF eine Wolke - man kann ja mal vorbeischauen. Eine DG kurbelt dort schon, aber noch nicht richtig. Bissel suchen und dann treffen wir über 3m/s. In 1500m noch ein Stück in den Norden... Über Coleman steht auch noch was. Geht - wieder bis 1500m. So, jetzt langsts aber - noch an den Luftraum C von Frankfurt und heim.

4:23 Std., 287,10 Kilometer, Ligaschnitt 68,93 Km/h - (OLC).
Samstag, 01. Mai 2010
Kein Wetter - wir bauen auf.
Im strömenden Regen fahre ich meine LS-4 zum Start. Mit 7 Flugzeugen stehen wir da - und warten.
Ab und an, wenn der Regen sich zu einem schwachen Nieseln zurückzieht, steigen wir aus den Auto´s und ledern ab. Nicht einmal Schulbetrieb gibt es heute.
Wir warten lange, sehr lange, und - werden belohnt.... obwohl am Boden kaum Wind ist, zeigt sich eine Kante längs zum Pfälzer Wald. Welle? So richtig glauben kann ich es nicht.
Um 16:24 Uhr schleppt mich Bernd im leichten Nieselregen auf 1000m. Norbert, der als Erster gestartet ist, meldet zwar ein wenig Steigen, aber nichts Überzeugendes... Charly ist schon tief und wird demnächst in Lachen-Speyerdorf landen müssen.
Nach dem klinken fliege ich gegen den Wind zur Kante und steige mit 0,3-0,4 m/s - ich mache paar Kreise und verbessere immer wieder luvseitig. Nach geduldigen 22 Minuten bin ich immerhin auf 1500m - allerdings noch keine 3 Kilometer weiter. Es ist schon fast 17 Uhr. Der Wind hat hier oben knapp 40 km/h aus 240 Grad.
Inzwischen ist Thorsten (ASW-20, KS) bei mir. Johannes (LS-8/18, RS) ist auch in der Nähe. Daniel (DG-1000t, GIU) ist tief und muss zurück nach Dannstadt. Norbert ist zur Odenwaldkante geflogen, um den Hang zu testen - aber unten ist kein Wind.
Wir fliegen ganz langsam die Kante Richtung Süden - allerdings fängt es hier zu regnen an und wir müssen die Wende setzen. Zwischen Lachen und Bad Dürkheim steigt es wieder - genug Höhe um bis Grünstadt und zurück zu gleiten. Weiter nördlich gibt es Kondensen... Norbert war schon dort - die gehen nicht.
Zurück zwischen Dürkheim und Neustadt steigt es wieder leicht, leider geht es nicht mehr so hoch. Noch einmal die Wende so weit südlich in den Regen wie möglich und auf dem Weg in den Norden wird klar, das es für die Mindestwertungsstrecke wohl genügen wird... wir gleiten bis Grünstadt und gehen dann mit genügend Reserven auf Heimatkurs, da es in Schifferstadt leicht regnet.
Was ein Tag. Unglaublich, das man bei solch einem Wetter fliegen kann - und das ein paar Leute um einen herum sind, die dazu motivieren und mitmachen. Alleine hätte ich das wohl nie versucht. Zusammen macht das einfach Spaß.
2:23 Std., 121,23 Kilometer, Ligaschnitt 47,08 Km/h - (OLC).
Samstag, 24. April 2010
Alles blau - nicht mal Dunstkappen oder sonstige kleine Anzeichen, null, nichts, dazu Südost-Wind. Na Klasse, super Vorausetzungen für den ersten Bundesligatag.
Um 13:31 Uhr starte ich als Erster und bekomme nach dem ausklinken gleich 2.5m/s auf 1400m MSL. Boah, überraschend, bin wohl viel zu spät dran. Optimistisch geht es nach Hockenheim. Ich suche über Talhaus, Wald und Ring alles ab, aber ein Knaller will mir nicht unter die Flügel greifen. Hm, gut, also kleine Brötchen - mit einem Meterchen geht es hoch. 600m tiefer im Ring hat die DTM gerade Training und ich höre kaum noch mein eigenes Vario....
Vorsichtig gleite ich nach Walldorf - über der SAP kurbeln welche, mit 0,irgendwas und viel Geduld komme ich auf 1400m. Auf Kurs Sinsheim falle ich in 1,8m/s. Bei Sinsheim drehe ich in 1000m MSL um. Das nächste Meterchen bringt mich auf 1400m zurück. In Walldorf zur SAP und wieder zum Ring - hier treffe ich Thorsten (ASW-20, KS) und Ratz (LS-7, AX) zusammen gleiten wir über den Herrenteich zum Speyerer Wald nach Neustadt. Knackige 2m/s holen uns auf 1650m. Weiter über das Weinbiet, ein paar Kilometer über den Pfälzer Wald und hier setzen wir die Wende.
Über Lachen Speyerdorf ziehen wir knapp 3m/s - wird es nun doch noch schnell? Wir gleiten zurück über den Speyerer Wald, Herrenteich, Hockenheim, Walldorf bis Sinsheim. Immer mal wieder paar Kreise, aber kein wirklich gutes Steigen - doch nichts mit schnell. Direkt über dem Hoppischen Stadion kreisen wir und wenden - Kurs Königsstuhl. Der Bart kommt allerdings erst am weißen Stein - bockig, unrund, aber stark - und bis 1900m. Wir gleiten noch bis Heppenheim und gehen auf Heimatkurs. Die Wenden sind gemacht und es ist 17:45 Uhr. Über der BASF noch einmal im Chlorgestank hoch und nun gemütliches Abgleiten der Höhe....
Das primäre Ziel die Mindestwertungsstrecke und den ersten Bundesligapunkt sicherzustellen ist zumindest erreicht.
5:04 Std., 288,61 Kilometer, Ligaschnitt 72,10 Km/h - (OLC).
Samstag, 10. April 2010
Ich bin spät dran... Daniel, Karsten, Fritz und Norbert sind schon in der Luft - sogar die ASK-13 bleibt hängen. Sandra schleppt mich. Kaum abgehoben suche ich schon nach dem Weg zeigenden Wolken Richung Osten.
In 400m über Grund geht das Vario an den Anschlag, ich ziehe am gelben Griff und gehe rum. Das Vario pendelt sich bei einem Meter ein - zu wenig. Ich richte auf, suche die Wolke ab - nur Fallen; weiter zu einem Flusen bei Schifferstadt - auch nix. Mist, ich muss zurück zum Platz. Kann ja wohl nicht sein.... Eine Hornet startet an der Winde und kreist sofort ein. "3m" jubelt der Hornetpilot im Funk. Hm, ich bin kurz vor der Position, ca. 2km bis unter die Hornet, hab aber nur noch 150m über Grund. Der Ehrgeiz will unbedingt hin, aber die Vernunft sagt: da unten schauen alle zu, lass den Stunt und lande wie ein Mann.
Ich fahre das Rad aus und melde mich an. Nach 15 Minuten bin ich nicht nur wieder am Boden der Realität. Ungeduld und im Kopf schon woanders - dummer Fehler.
Zurückziehen an den Start. Sprüche wie "Schon rum???", "Was vergessen??" ziehen mir wieder die Mundwinkel hoch. Gleich wieder an den Start. Thorsten hält mir die Fläche, sagt grinsend "Bis gleich" und los geht es zum zweiten Versuch.
Diesmal klinke ich in 600m und steige in 1.5m/s, die sich mit zunehmender Höhe auf 2m/s verbessern. Na also - geht doch. Daniel, Norbert und Karsten sind allerdings schon uneinholbar 50-60km vor mir im Odenwald. An der Basis gehe ich auch auf Ostkurs. Im Funk meldet sich Lutz Heydecke. Wir treffen uns in Heidelbeg. Lutz kommt gerade von Schweighofen und hat schon 100km auf der Uhr.
Wir machen am Königsstuhl auf 1500m und fliegen Richtung Nordost in den Odenwald. Südlich an Michelstadt und Mainbullau vorbei, östlich von Miltenberg in den Spessart - alles in einem Höhenband von 1000-1500m MSL. Die Luft ist kalt, klar und knackig, allerdings macht der kräftige Nordwind die Thermik recht unrund. Unter einer Aufreihung genau auf Nordkurs geht es wunderbar geradeaus den Spessart entlang. 12km nördlich von Lohr, 115km von Dannstadt, nehmen die Achtel ganz schön zu und wir drehen hier um.
Es geht zurück über Lohr, Altfeld, Waldürn, Schreckhof nach Heilbronn. Wir halten den Südkurs bis uns der Luftraum von Stuttgart hinter Völkeshofen Einhalt gebietet. Schade, wir waren gerade so schön im fluss und haben die 125 Kilometer bis hierher mit einem 112er Schnitt und einer Gleitzahl von 71 zurückgelegt.
Wir nehmen uns vor nun noch den Donnersberg zu erreichen und gehen auf Nordwestkurs. Wir kommen in 1100m MSL über dem AKW in Neckarwestheim an, aber die haben wohl Kurzarbeit. Es will nicht. Dafür geht es nördlich davon mit "normaler" Thermik, bissel zögernd, aber schließlich setzen wir unseren Flug in 2000m fort.
Wir springen bei den Nord-Süd verlaufenden Aufreihungen immer mal wieder eine Reihung in den Westen. Lutz fliegt zentral darunter, ich versuche die Sonnenseite - das hatte die ganze Zeit funktioniert - nun wohl nicht mehr - und vor Walldorf bin ich 300m unter der LS-7 von Lutz. Er bleibt auf Kurs, ich kreise ein, steige paar Meter und gleite über Hockenheim, Herrenteich und Speyer in den Westen. Über Hasloch makiert eine Cobra die Thermik. Seltenener Anblick. Ich machen einen Kreis und ein Bild und gehe weiter zum Pfälzer Wald. Noch 2 knackige Aufwinde und ich bin am Donnersberg. Lutz ist irgendwo nordöstlich von mir. Ein bissel geht noch und weiter in den Norden.... Es ist 17:40 Uhr und 6 Kilometer östlich von Bad Sobernheim ist es genug. Ich kreise an der letzten Wolke und Lutz geht auf Heimatkurs über mich weg. Ich steige auf 2000m und bin so gut wie zuhause. Die Wolken auf Kurs gehen aber alle noch, schöne Kaltluft. Bei Grünstadt komme ich noch einmal auf 2100m - die höchste Höhe heute. Ich drehe den Zander sowie den Funk ganz leise und lasse die LS-4 entspannt dem Boden entgegen gleiten.
6:10 Std., 504,06 Kilometer, Ligaschnitt 94,31 Km/h - (OLC).
Montag, 05. April 2010
Nach dem Ostersamstag und -sonntag nicht nutzbar waren, soll heute zumindest die Rheinschiene unter stabilisierenden Druck kommen.
Ich schreibe mal Hagenau-Bensheim in den Logger - das erste Mal seit Jahren, das ich etwas anmelde. Eigentlich mehr als Systemtest...
Um 11:50 Uhr erscheinen die ersten Quellungen im wolkenreichen Himmel so vertrauenswürdig, das man einen Start wagen kann. Gerhard zieht mich auf 600m und direkt am Abflugpunkt steige ich auf 1100m. Ich fliege nach Lachen-Speyerdorf, dort makiert mir eine ASW-27 (AH) die nächste Thermik. Nun versuche ich es auf einer Westgräte im Pfälzer Wald - Wind und Sonne stehen darauf, aber richtig hoch will es nicht gehen, dafür ist es sehr turbulent und bockig. Also, quer ab von Landau, wieder raus in die Ebene, erst das Lee, dann steigt es um die 2m/s und in 1200m geht es weiter. Über Bad Bergzabern an den Bienwald, östlich Schweighofen holen mich kräftige 3m/s auf 1400m MSL. Ab nach Frankreich zum Hagenauer Wald. Wettermässig müsste ich eigentlich rechts ab in den Westen, aber ich habe Hagenau auf dem Zettel (äh, Logger) stehen, also weiter auf Kurs.
2 Bärte weiter wende ich. Norbert ist nördlich von mir weiter in den Westen - da will ich auch hin. Aber ich muss erst zurück ins Wetter. Das zwingt mir eine Hundekurve in den Norden auf. Hm, blöd, ich zögere mit der Entscheidung links weiter in Westen oder rechts Richtung Bensheim zu gehen... ich geh rechts.
Am Rand des Pfälzer Waldes kommen über 2m/s auf 1600m, die Aufreihung vor mir und der Rückenwind lassen mich problemlos weiterfliegen. Über Landau gehe ich zwischen Speyer und Schifferstadt durch nach Mannheim. Hier sieht es gerade duster aus. Zwischen Flugplatz Mannheim und Coleman dümple ich in einem Meterchen und suche einen Weg nach Bensheim und wieder zurück in die Sonne. Nach etwas parken bildet sich über dem Viernheimer Wald ein Wölkchen... schnell hin - ich mache 250m Höhe, fliege zur Wende und wieder zurück. Nochmal 400m steigen, das genügt um über die CTR zurückzukommen. Ralf mit seinem neuen Ventus2cxa kommt dazu.
In Dannstadt steht die nächste Thermik. In komfortablen 1600m fliege ich zu meinem Endpunkt. Aufgabe erledigt.
Aber es geht weiter in den Süden, über die B9 nach Germersheim, den Rhein entlang zum Bienwald - hier komme ich auf 2000m. Noch kurz ein Besuch in Frankreich und zwischen den UL-Flugplätzen von Wissenbourg und Salmbach drehe ich auf Heimatkurs. Paar Kreise bei Schweighofen, noch ein wenig den Bienwald entlang. Ralf verabschiedet sich und steuert direkt nach Hockenheim. Kein Problem mit seinem Gleitwunder. Ich mache in Landau noch paar Kreise und treffe mich mit Norbert. Er möchte ein paar Bilder von seiner LS-9.
Wie so oft, wenn man Abends im Trichter ist, will es gar nicht mehr runter gehen. Die Kaltluft ist aktiv, nördlich vom Flugplatz fallen wir in 2.5m/s, das kann man natürlich nicht stehen lassen und in 1850m richte ich wieder auf. Nun noch ein Ausflug bis an den Sektor C von Frankfurt, die Höhe abgleiten und einfach nur rausschauen...
6:52 Std., 453,93 Kilometer, Ligaschnitt 70,51 Km/h - (OLC).
Freitag, 02. April 2010
Heute wird es endlich was - das lange Warten ist vorbei.
Ein kalte Luftmasse unter schwachem Hochdruckeinfluss wird auf alle Fälle genügen, um sich ein wenig in der Luft zu halten. Am frühen Nachmittag soll zwar ein Trog hereinschwenken und das Restosterwochenende fliegerisch unbrauchbar gestalten, aber bis dahin ist noch Zeit.
Kurz vor 12 Uhr zieht mich Gerhard auf 600m an den Speyerer Wald. Karsten und Buddy folgen direkt.
Der 1. Bart des Jahres geht bis knapp 1000m NN und ich mache mich vorsichtig auf den Weg nach Osten. Vor Herrenteich ein paar Kreise und langsam weiter über den Hockenheimer Wald. Die Entwicklung beginnt gerade und ich muss suchen... aber am Ende vom Wald bin auf 1300m.
Der Kraichgau mag mich nicht richtig, 2 Wolken ruppeln - aber kommen nicht und ich muss etwas nach Süden ausweichen. Über Malsch nehme ich 1.8 m/s - Karsten und Buddy erwischen die Wolken hinter mir gleich richtig mit 3m/s und überholen mich. Es geht nun zügig über Sinsheim nach Heilbronn ins Kraftwerk. Karsten geht gerade oben weiter, als ich unten einsteige... auch erwische ich die Thermik unten nicht richtig und muss über den Schlot verbessern, da kommt er frisch und kräftig - dummerweise kondensiert es ein gutes Stück unter der Basis - weiter. Kurz nach Baumerlenbach komme ich endlich mal an die Basis - stolze 2000m NN.
Ich gleite nördlich an Schwäbisch Hall vorbei nach Crailsheim. Östlich Weipertshofen ein paar Kreise und kurz vor Dinkelsbühl steige ich zu Buddy in den Bart. Karsten kommt auch und wir beschließen hier auf Kilometer 153 auch umzukehren. Schließlich soll ja der Trog aus Nordwest der Thermik ein vorzeitiges Ende bereiten.
Auf der Höhe von Crailsheim biegen wir etwas nach Süden über den Murrhardter Wald ab - Karsten bleibt auf dem direkten Kurs. Endlich sehe ich mal den Flugplatz Mittelfischach und Morbach - Oberrot bleibt mir aber verborgen... Die Basis liegt jetzt knapp über 2000m NN und es geht recht zuverlässig.
Knapp am Sektor Stuttgart geht es weiter. Pleidelsheim, Löchgau zieht unter uns durch. Am Hangensteiner Hof vorbei nach Pforzheim. Wir blicken in den Schwarzwald und verwerfen die Idee reinzufliegen. Dort sieht es weder besser aus, noch ist die Basis höher. Vorn versperrt uns die TMZ Karlsruhe den Weg - also ab in den Norden.
Östlich des KA-Sektors zum Kernforschungszentrum - hoch genug sind wir ja. Hier kommt uns Ralf mit seinem neuen Ventus2cxa entgegen - er dreht und schließt sich uns an. Vor Mannheim kreisen wir das letzte Mal für heute. Mit den 2100m gleiten wir aber noch eine Stunde unter den tragenden Linien - hoch zum Luftraum von Frankfurt und wieder zurück nach Dannstadt.
Ein richtig schöner Flug zu Saisonbeginn.
6:25 Std., 442,02 Kilometer, Ligaschnitt 79,71 Km/h - (OLC).